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Buttertoast


Einen gesegneten, geruhsamen Sonntag wünsche ich.

Und, alles klar soweit? Alles entspannt? Gemütlich? Erholt ihr euch auch fein von den Strapazen der vergangenen Woche? Ja? Kann ich vielleicht noch was für euch tun?

Tee?

Oder ne Decke?

Hier habter noch n Kissen… so… schön auf’s Sofa fläzen, is ja Sonntag. Warte, ich mach noch ne Kerze an… und hier is die Fernbedienung… schön die Füßchen hochlegen, so ist’s brav.

Hach, was tut man nicht alles, damit die Lieben es schön haben, wa?

Okay, mir geht’s hier grad auch net allzu schlecht… Couch, Tee, rechts von mir ne Katze, links von mir ne Katze (und wenn mein Gatte nicht so fies wäre, dann hätt ich auch über und unter mir noch mindestens drei Katzen, aber ich daaaaaaarf ja nicht. Pah.) und draußen ist Herbst.

Ach ja, und es duftet köstlichst nach hausgemachten, frischem

Buttertoast

Zutaten für eine Kastenform:

  • 9gr Salz
  • 50ml kaltes Wasser
  • ½ Würfel frische Hefe
  • 500gr Mehl, Type 405
  • 10gr Zucker
  • 10gr Speisestärke (die ist wichtig!)
  • 30gr weiche Butter (SEHR weich)
  • 250ml kalte Milch

Wir vermischen Salz, Wasser und Hefe, bis Letztere sich aufgelöst hat. Diese Flüssigkeit lassen wir stehen – mindestens 30 Minuten, gern aber auch über Nacht, bis zu 24 Stunden. Ich hab schon beides ausprobiert, funktioniert auch beides.

Mehl, Zucker, Speisestärke, Butter und Milch geben wir in eine große Schüssel, kippen den Hefeansatz dazu und bearbeiten das Ganze mit den Knethaken der Küchenmaschine mindestens 7 bis 10 Minuten lang.

Der Teig könnte etwas kleben, AUF KEINEN FALL MEHR MEHL DAZUGEBEN!

Anschließend die Schüssel abdecken und den Teig mindestens 2 bis 3 Stunden an einem warmen Ort gehen lassen. Er sollte sein Volumen in etwa verdoppeln.

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Eine Kastenform fetten und den Teig ohne weiteres kneten hineingeben. Ihr könnt ihn ruhig ein bisschen hineindrücken, aber sanft, bitteschön.

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Nochmals 30 bis 60 Minuten gehen lassen. Ich stell dazu gerne die Form auf meinen Gasofen, während dieser auf 180°C vorheizt – das Ding wird oben dabei nämlich leicht warm und lässt den Teig optimal aufgehen. Vielleicht ist das bei euch ja auch der Fall.

Wenn das Ganze dann so aussieht:

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schiebt ihr es in den Ofen, wo euer zukünftiger Toast 45 Minuten verbleibt.

Rausholen, abkühlen lassen, toasten, essen. Lecker.

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Fazit:

Ich bin überrascht. Sehr, sehr positiv überrascht. Anfangs war ich etwas skeptisch, ich mein – letzten Endes ist dieser Buttertoast kaum was Anderes als mein normales Brot bzw. jeder andere handelsübliche Hefeteig, aber kruzitürken (darf man das eigentlich noch sagen? Ich mein’s jedenfalls nicht und in keinster Weise böse), es gibt einen geschmacklichen Unterschied!

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Besonders die Butter macht sich bemerkbar, der Toast ist auch ungetoastet schon sehr, sehr lecker. Milch und Stärke hingegen sorgen dafür, dass die Kruste nicht zu rösch wird und man ganz toll Scheiben schneiden kann, die dann im Toaster landen können.

Dazu dann Marmelade oder n bisschen Honig… hallo, Sonntagsfrühstück!

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Mit am besten gefällt mir, dass der Toast so einfach zu machen ist und auch Berufstätige sich nicht hinter der Ausrede „Keine Zeit!“ verstecken können – Kinners, der größte Zeitaufwand besteht beim Zusammenkneten des Teiges, und die knapp zehn Minuten sind ja wohl kaum der Rede wert.

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Der Rest macht sich praktisch von allein und am Ende hat man einen Buttertoast, der den Namen auch verdient hat, der wunderbar schmeckt und bei dem ihr garantiert jedes labbrige Sandwich-Toast-Zeug aus dem Discounter stehen lasst.

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Fünf von fünf Küchenkatzen und das Rezept landet an meiner Küchenschranktür. Ich werde es sicher noch öfters backen müssen.

P.S.: Und wenn man die Butter gegen gute Margarine austauscht, ist das Ganze sogar vegan!

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