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Bröselkuchen


Platz da, aus dem Weg, hier komme iiich…

Steht mir da doch net einfach so rum, Kinners, packt mal lieber mit an, das Ding muss noch die Treppe hoch. Hier, nimm mal den Stamm, so… und du greif dir mal da vorn die Spitze, Vorsicht, nichts abbrechen…

Äh ja, das ist natürlich ein Weihnachtsbaum. Was soll es denn sonst sein? Eine skandinavische Tanne? Also wirklich.

Nö, wieso zu früh? Ja, ich weiß, dass es Mitte September ist, ich hab einen Kalender, vielen Dank. Aber im Supermarkt gibt’s doch auch schon Lebkuchen und Spekulatius, da werd ich mir doch wohl mein Bäumchen ins Zimmer… hey! Gib das wieder her! Das ist meiner! Eyyyyy!

Was soll das heißen, Weihnachtsbaumaufstellvorschrift Nr.7, Paragraph 34, Absatz 2? Nicht vor Mitte Dez… och menno! Ich will aber jetzt schon! Warum dürfen die schon Schokonikoläuse verkaufen und ich krieg kein klitzekleines Tännchen? Bringt den sofort wieder zurück!

Grummel.

Klauen die einfach so mein Bäumchen. Voll gemein. Dann back ich eben einen Frustkuchen. Und geb euch niiiiiiiiiiix davon ab.

Bröselkuchen

A la Dr. Oetker

Zutaten für eine Kastenform:

  • 100gr Butter (keine Margarine)
  • 150gr Semmelbrösel
  • ½ TL Zimt
  • 250gr Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 150gr Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 150gr weiche Butter
  • 6 EL Buttermilch

Zunächst einmal schmelzen wir 100gr Butter und geben Zimt und Semmelbrösel hinzu, lassen das Ganze ein wenig bräunen, nehmen es vom Herd und lassen es ein bisschen abkühlen.

Den Ofen heizen wir auf 180°C vor und fetten unsere Kastenform ein.

Mehl und Backpulver mischen.

Zucker, Vanillezucker und 150gr Butter cremig schlagen. Die Eier einzeln unterrühren.

Semmelbröselmasse einrühren.

Mehl sieben und zusammen mit der Buttermilch zügig unterrühren.

Den Teig in die Form streichen und 45 Minuten backen.

Aus Puderzucker und Zimt mit etwas Wasser einen dickflüssigen Guss herstellen und den Kuchen damit überziehen: Wenn ihr wollt. Schmeckt aber besser.

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Fazit:

Schmeckt wie Spekulatius. Kein Witz.

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Total wie Spekulatius.

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Aber das ist ja nicht schlimm.

Generell hab ich hier nicht wirklich etwas zu meckern. Nicht zu süß, wunderbar homogene Textur, schön saftig-sandig und eben lecker nach Zimt.

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Schnell gemacht ist er auch noch, man muss nur ein bisschen bei Semmelbröselrösten aufpassen, dass sie nicht anbrennen. Aber den Kuchen bekommen auch Backanfänger hin, kein Ding.

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Statt Zuckerguss könnte man auch Schokoglasur nehmen, oder einfach eine Zimtsahne dazu servieren. Aber irgendwas davon würd ich schon empfehlen, das gibt dem Kuchen nochmal so einen kleinen Schubs von „Joa, okay“ hin zu „Doch, echt lecker“.

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Alles in allem also ein schöner, einfacher Alltagskuchen. Besonders Spekulatiusfreunde kommen hier auf ihre Kosten, und auch Back-Newbies können hier mit wenig Aufwand punkten. Ich sag mal… vier von fünf Küchenkatzen.

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