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Bloodcakes


Sehr geehrte Damen und Herren,

wenn Sie in der Lage sind, dieses Pamphlet zu lesen, dann haben Sie es geschafft.

Sie haben es überlebt.

Sind ein weiteres Mal der Katastrophe entkommen, der Heimsuchung, welche uns letztes Wochenende zum zweiten Mal in diesem unserem Jahr des Herrn 2014 ereilt hat. Genau wie ich zählen Sie zu den Glücklichen, denen diese Ungemach nichts anhaben konnte. Wir sind noch da. Kein noch so grausamer Eingriff in unseren Biorhythmus konnte uns vom Antlitz dieser Erde tilgen, beharrlich hielten wir der brutalen Verschiebung unseres Zeitgefüges stand.

Nein, SIE konnten uns nicht unterkriegen! Sollen SIE doch an unserer Zeit herumspielen, WIR sind stärker! Ha ha!

Oder mit anderen Worten: War mal wieder Zeitumstellung, wa?

Haut mich, aber mir is das alles sowas von Wurst, im Gegenteil – ick steh sogar voll drauf. Endlich wird’s wieder zu ner vernünftigen Zeit dunkel. Außerdem konnt ich ne Stunde länger schlafen.

Aber was ich da nicht alles hören und lesen musste. Halleluja. Man könnte meinen, es gäbe nichts Schlimmeres, als die Umstellung von Sommer- auf Winterzeit, respektive vice versa. Was es da nicht alles an Folgen gibt – Migräne, Leistungsabfall, schwerste Schlafstörungen, Infektanfälligkeit, Depressionen und sogar Gewichtszunahme, um nur ein paar wenige zu nennen. Weißte, düst zweimal im Jahr um den halben Erdball in den Urlaub, und nix is, aber bei einer Stunde Zeitumstellung wird gleich was von Jetlag gejammert? (Ja, das Wort fiel mehrmals in dem Zusammenhang.)

Also ehrlich, Meister – wenn du von einer Stunde schon nen Jetlag hast, dann verlass am besten niemals das Land. Es könnte dich umbringen.

Die einzigen Folgen im Hause Holly Jolly Cupcake waren übrigens zwei Katzen, die etwas verwirrt waren, weil das Futter ne Stunde später im Napf war.

Schrecklich.

Außerdem gab es ein – zeitunabhängiges – Blutbad in meiner Küche.

Bloodcakes aka. Kirsch-Cupcakes

Originalrezept hier.

Zutaten für 18 Stück:

  • 1 Glas Sauerkirschen, guuuuuuuuuuuuuuuut abgetropft
  • 250gr Mehl
  • 3 TL Backpulver
  • 40gr Speisestärke
  • 100gr Zucker
  • 1 Pck. Vanillezucker oder adäquaten Ersatz
  • 2 Eier
  • 75ml Öl
  • 100ml Milch
  • 125gr Magerquark

So. Eins vorweg – zur Kirschzeit könnt ihr natürlich auch frische Kirschen nehmen, das würde ich sogar empfehlen. Frisch ist immer besser.

Und statt Vanillepuddingpulver habe ich Stärke genommen, Tütenpudding kommt nicht über meine Türschwelle.

Dann beginnen wir, indem wir unser Muffinblech mit Papierförmchen ausstatten und den Ofen auf 180°C vorheizen.

Mehl, Backpulver und Stärke gut mischen und beiseite stellen.

Zucker und Vanille mit den Eiern schaumig aufschlagen und nach und nach Öl, Milch und Quark hinzufügen.

Das Mehl in die Schüssel sieben und KURZ unterrühren – es muss gar nicht alles vermischt sein.

Die Kirschen in Mehl oder Speisestärke wälzen und per Hand unter den Teig heben.

Mit dem Eisportionierer einer Kugel Teig pro Mulde einfüllen und ca. 20 Minuten backen.

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Schön auskühlen lassen.

In der Zwischenzeit ein Frosting zubereiten:

Butter und Frischkäse im Verhältnis 1:1 mit Vanille cremig aufschlagen und dann Puderzucker hinzufügen, bis die gewünschte Festigkeit erreicht ist. Nach Belieben kann man das Ganze dann auch einfärben oder Backkakao zugeben.

Die ausgekühlten Cupcakes mit dem Frosting einstreichen und mit Gummischnüren und Lebensmittelfarbe dekorieren, etwa so:

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Und fertig.

Fazit:

Tja, was soll ich sagen? Frisch waren sie eigentlich ziemlich gut. Lecker kirschig-vanillig, der Quark gibt eine leicht frisch-säuerliche Note und die Deko macht sich gut auf ner Halloween-Party.

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Blöd nur, dass die Cupcakes am nächsten Tag dann schon leider sehr trocken und hart geworden waren.

Im Ernst, Tags drauf war das ne echt dröge Angelegenheit.

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Also hier bitte beachten – diese Cupcakes müssen frisch verzehrt werden, lagern kann man die nicht.

Geschmacklich gab es aber, wie schon gesagt, nichts zu meckern. Kirsch, Vanille, Quark, Butter, passt. Keine Geschmacksexplosion, aber ne sichere Bank. Keine Offenbarung, aber auch nicht umsonst eine Art Klassiker. Kirschmuffins halt.

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Am Ende des Tages vergebe ich zweieinhalb von fünf Küchenkatzen, wegen der geringen Haltbarkeit.

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