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Birnen-Schokoladen-Muffins


Ich glaub, ich hab nen neuen Freund.

Oder Freundin.

Das weiß man hier nicht so genau. Konnt ich bis jetzt noch nicht erkennen, und fragen gestaltet sich etwas schwierig. Wir sprechen sozusagen verschiedene Sprachen. Und er / sie ist auch immer nur ganz kurz hier, da bleibt auch net so viel Zeit zum plaudern. Vielleicht ist morgen ja Luft für ne Tasse Tee. Ich hätt sogar noch selbstgemachten Haselnuss-Sirup da…

Hier hoppelt nämlich seit ein paar Tagen jeden Tag ein Nussmäuschen durch den Garten. Also ein Eichhörnchen. Mir gefällt Nussmäuschen aber besser.

Runter vom Baum, über den Rasen, rauf auf den Baum, jeden Tag. Das scheint hier zu wohnen. Und ich krieg bald Ausschlag vor soviel früh-herbstlicher Idylle hier… rauschender Baum, kühle, würzige Luft, wolkenverhangener Himmel, rote Beeren an den Sträuchern und jetzt auch noch ein Eichhörnchen? Bin ick in nem Disney-Film gelandet? Was kommt als nächstes? Morgen tanzt dann Schneewittchen durch den Garten, oder wat?

Herrje. Also eins sag ich euch – wenn hier demnächst n Prinz uff nem weißen Gaul vorm Fenster steht und von der wahren Liebe Kuss trällert, dann grab ich mir n Loch.

Aber süß isses ja schon. Mit dem buschigen Schwänzchen und so, herzig. Gott sei Dank haben wir Netze vor den Fenstern. Der Kater schaut nämlich jedes Mal so, als ob er liebend gern mal eben nen Köpper vom Fensterbrett machen möchte. Zweites Frühstück und so.

Wobei der noch net mal den Grashüpfer letztens erledigen konnte.

Ach, ich quatsch schon wieder. Jedenfalls, schaut mal, was ich letztens käuflich erworben habe:

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War klar, dass ich daran nicht vorbei gehen konnte, ja?

Gefällt mir sehr gut, das Blättchen, wirklich hübsche Fotos und schöne Rezepte. Auch die Aufmachung ist nett, schön stabiles Papier und so. Nicht so n dünnes Zeug. Die Rezepte lesen sich schonmal recht gut, auch mal was anderes als das übliche oh-es-ist-herbst-wir-backen-mal-apfelkuchen. Die Qualität muss ich allerdings noch überprüfen, und damit fangen wir gleich mal an. Es gibt

Birnen-Schokoladen-Muffins

(Lisa kochen&backen, „Sweet Dreams“, 3/2014, Seite 38)

In der weißen Variante

Zutaten für 8 Stück (ich habe 12 normale Muffins rausbekommen)

–          2 Birnen

–          1 TL Vanillemark

–          250gr Zucker

–          3 EL Zitronensaft

–          125gr weiße Schokolade

–          180gr weiche Butter

–          2 Eier

–          180gr Mehl

–          1 TL Backpulver

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So, also wie gesagt – laut Zeitschrift reicht das für 8 Muffins, ich hab ein ganzes Standard-Blech voll bekommen.

Dieses statten wir zu Beginn erstmal wieder mit Papierförmchen aus und heizen den Ofen auf 190°C vor.

Die Birnen vierteln und entkernen. Mit Vanille, Zitronensaft, 100gr Zucker und 100ml Wasser weich dünsten. Dauert so etwa 3-5 Minuten, nicht zuuuuu lange, sie sollen nicht zerfallen.

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Birnenviertel herausnehmen und den Sud zu einem Sirup einkochen. Ich hab noch Zimt dazugegeben.

Die Schokolade schmelzen wir zusammen mit der Butter und schlagen währenddessen die Eier mit dem Rest Zucker (150gr) schön schaumig.

Anschließend die leicht abgekühlte Butter-Schoko-Mischung unterrühren.

Mehl mit Backpulver mischen, dazusieben und kurz unterheben. Nicht zu stark rühren!

Mit dem Eisportionierer jeweils eine Kugel Teig pro Mulde einfüllen und jeweils ein Birnenviertel in die Mitte stecken.

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20 Minuten backen, kurz auskühlen lassen und mit Sirup beträufeln.

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Wie ihr seht, sind meine Muffins auf den ersten Blick etwas dunkel. Ich hab mich auch erstmal verjagt.

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Aber dann. Dann ist mir eingefallen – klar, weiße Schokolade. Die karamellisiert nämlich immer recht fix und dadurch bräunt der Teig stärker.

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Also keine Panik.

Bei dunkler Schokolade passiert euch das natürlich dann nicht. Hier müsst ihr übrigens laut Rezept 200gr statt 125gr nehmen.

Die Konsistenz ist recht fest, mehr wie ein Sandkuchen denn ein Muffin, aber das ist ja nix Schlechtes.

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Auf den Sirup würde ich im Übrigen nicht verzichten, der setzt dem ganzen doch noch so ein kleines Krönchen auf. Macht die Sache zwar recht klebrig beim Essen, aber herrje, was soll’s. Am besten vorm Beträufeln noch ein paar kleine Löcher in den Muffin pieksen, dann zieht der Sirup besser ein.

Geschmacklich sehr vanillig, die Schokolade verstärkt das noch, die Birne allerdings geht so ein bisschen unter. Aber Birnen sind eh ein schwieriges Obst beim Backen, meiner Erfahrung nach.

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Generell… joa, umgehauen haben sie mich jetzt nicht, ich kann mich aber auch nicht beklagen. Das Rezept funktioniert einwandfrei und das Ergebnis kann man auch ohne Problem auf den Kaffeetisch stellen, ohne sich schämen zu müssen. Mir persönlich fehlt allerdings noch irgendwie der wow-Effekt. Im Großen und Ganzen sind diese Muffins mir etwas zu unscheinbar, daher zweieinhalb von fünf Küchenkatzen.

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