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Bananen-Rolle mit Nougat-Sahne


Ich hab ja schon mal meinen mir angetrauten Göttergatten erwähnt. Meinen Augenstern. Mein Herzblatt. Traum meiner schlaflosen Nächte (besonders wenn er schnarcht). Letzten Januar hatten wir fünften Hochzeitstag und im August sind wir jetzt seit zehn Jahren zusammen. Yay für uns!

Jedenfalls – so gut wir auch zusammenpassen (denkt einfach an Marshall und Lily, es ist echt gruselig), in punkto Kulinarik gehen wir dann doch getrennte Wege. Ich bin Vegetarierin – er würde sein Steak mit Hackfleisch füllen und mit Bacon umwickeln, wenn er könnte (und ich ihn lassen würde). Ich mag Spinat, er nicht. Gleiches gilt für Käse und Pilze (ich ja, er nein) oder Bier (vice versa). Frittiert geht bei ihm immer, mir liegt das drei Tage im Magen. Ich könnte mich von Joghurt, Quark, Kefir, Buttermilch und Konsorten ernähren – in ihm bekomm ich höchstens einen Fruchtjoghurt rein. Und ich könnte ewig so weitermachen.

Der Fairness halber – er isst aber auch immer sein Gemüse und frühstückt am liebsten Obst!

Sugar baby love...

Sugar baby love…

Und natürlich macht dieses Schema auch beim Thema Backen nicht Halt. Er isst am liebsten Biskuitrouladen – und ich backe diese Dinger so unwahrscheinlich ungern. Nicht, weil sie nicht schmecken, nein, lecker sind die schon. Und so schön zart und leicht und cremig… Es ist nur einfach eine )&%$$/-Arbeit, sie zu machen. Finde ich jedenfalls. Außerdem bricht mir die Biskuitplatte in 50%. Grumpf.

Aaaaaaaaber, weil er mein Schatz ist und ich eine so tolle Ehefrau (hust) und ich ihm eine Freude machen wollte (immerhin hat er die letzte fast im Alleingang verputzt), gab`s dieser Tage eben Biskuitroulade. Und weil ich unbedingt etwas mit Bananen backen wollte, wurde es eben eine

 

Bananen-Rolle mit Nougat-Sahne

(teilweise übernommen von hier: http://www.the-baker-chick.com/2013/10/banana-cake-roll/)

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Zutaten Rolle:

–          85 gr Mehl

–          ½ TL Backpulver

–          ½ TL Natron

–          ½ TL gemahlener Zimt

–          ¼ TL Salz

–          3 Eier

–          Vanillearoma (im Original-Rezept steht 1 TL, ich habe ein halbes Röhrchen Backaroma   verwendet)

–          2 mittelgroße, zermatschte Bananen (je fleckiger und reifer, desto besser)

–          100 gr Zucker (im Original werden 225 gr verwendet, aber man muss wohl Amerikaner sein, um davon keine Instant-Diabetes zu bekommen)

Zutaten Füllung:

–          200 ml flüssige Schlagsahne

–          250 gr Nougatschokolade (okay, 250 gr minus ein Stückchen…)

Außerdem:

–          Puderzucker

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Die Füllung solltet ihr schon am Tag vorher machen: Sahne in einen Topf kippen, Schokolade reinbröckeln, vorsichtig erhitzen (aber nicht kochen!) und die Schokolade auflösen, ab in den Kühlschrank, warten. War doch nicht schwer, hm? ;)

Am nächsten Tag dann:

Wir heizen den Ofen vor: 180°C und legen ein Backblech mit Backpapier aus.

Mehl, Backpulver, Natron, Zimt und Salz werden gut miteinander vermischt. Eier und Zucker mit dem Mixer schön cremig aufschlagen – das darf gut und gerne 5 Minuten dauern, nicht schlappmachen! Dann den Bananenbrei und die Vanille hinzufügen und vermischen.

In diese Masse sieben wir dann die Mehl-Mischung (wirklich sieben, es MACHT einen Unterschied!) und vorsichtig und kurz verrühren. Nicht zu lange! Der Teig ist ziemlich flüssig, das muss so.

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Auf das Backblech kippen und etwa 15 Minuten backen. Am besten mal schauen, die Oberfläche sollte nicht mehr kleben, aber das Ganze auch auf keinen Fall knochentrocken sein, sonst wird’s nix mit Rolle. Länger als 18 Minuten sollte der Teig nicht im Ofen bleiben.

Und jetzt wird’s tricky:

Während der Teig im Ofen ist, legen wir ein sauberes Küchenhandtuch auf die Arbeitsfläche und bestäuben es mit Puderzucker.

Lädt ja fast zum Schlittenfahren ein...

Lädt ja fast zum Schlittenfahren ein…

Wenn die Biskuitplatte fertig ist, wird sie über Kopf auf dieses Handtusch gestürzt (also Backpapier nach oben), wir ziehen möglichst schnell, möglichst vorsichtig das Papier ab und rollen die Platte dann mitsamt dem Handtuch auf. Für verbannte Finger übernehme ich keine Haftung, man bricht sich anfangs da ganz gut einen bei ab (deswegen mag ich die Teile nicht…).

So sieht das dann in etwa aus

So sieht das dann in etwa aus

Aufgerollt auskühlen lassen.

Wenn die Rolle kalt ist, vorsichtig ausrollen (das Handtuch klebt manchmal, gaaaaaaaaaaaaaaaaaanz vorsichtig abziehen, der Teig ist wirklich sehr zart). Die Schoko-Sahne mit dem Mixer kräftig aufschlagen, auf der Platte verteilen und alles wieder aufrollen. Nach Belieben mit Puderzucker bestäuben und fertig!

Man kann selbstverständlich auch andere Schokolade nehmen, wenn man Nougat nicht mag.

Man kann selbstverständlich auch andere Schokolade nehmen, wenn man Nougat nicht mag.

Zum schneiden nehmt ihr am besten ein wirklich scharfes Messer.

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Fazit:

Im Prinzip einfach zu machen, diese Handtuch-Aufroll-Aktion braucht einfach ein bisserl Übung, aber unmöglich ist es nicht, und der Geschmack ist es allemal wert. Der Biskuit selbst ist richtig schön zart-cremig und die Füllung? Naja, Schokosahne, was kann da schiefgehen? Außerdem ist das die erste Biskuitrolle, bei der mir der Teig NICHT wenigstens irgendwo ein bisschen gerissen ist, also allein dafür gibt`s schon fünf von fünf Küchenkatzen.

Lasst’s euch schmecken!

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P.S.: Ich fühl mich immer noch wie Baiser.

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