IMG_0444
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, durchschnittlich: 5,00 von 5)

Apfelkuchen mit Hefemürbteig


Na gut, dann lass uns doch nochmal eben die Liste durchgehen…

Zwei Kilo-Glass Nutella? Check.

Eine Europalette Katzenfutter? Auch da.

Mehr Kerzen als im Vatikan? Ah, sehr gut.

Ein Deckenfort Marke „Versailles“, Maßstab 1:17? Ach ja, da drüben, fein.

WLAN ist auch stabil, die Fenster sind abgedichtet, die Klingel abgestellt, sämtliche Ecken und Kanten gepolstert und die Großpackung Pflaster liegen auch bereit.

Dann kann er ja kommen.

Der Freitag der 13te.

Pah.

Ich hab keine Angst. Ich bin vorbereitet. Komm doch, komm doch, nähnähnähnääähnäh. Mich bekommt morgen nix und niemand aus diesem Bunker. Keinen Fuß werde ich auf dieses feindliche Pflaster dort vor der Türe setzen. Dick eingewickelt in Decken, gepolstert mit Kissen und fern von allen Leitern werde ich Posten beziehen auf meiner Couch und ganz vorsichtig atmen. Ich muss nur diese 24 Stunden überleben. Das ist alles. So wenig wie möglich bewegen, allen Messern aus dem Weg gehen und möglichst nicht an der eigenen Zunge ersticken, das war’s schon.

Klingt doch ganz einfach.

Uff. Und jetzt zur Stärkung ein Stück

Apfelkuchen mit Hefemürbteig

Gefunden hier.

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 300gr Mehl, eventuell mehr
  • 200gr Butter, weich (KEINE Margarine!)
  • 100ml Milch
  • 4 EL Zucker
  • 25gr frische Hefe
  • 2 Eigelb
  • 1 Prise Salz
  • 3-4 mittelgroße Äpfel, am besten Boskoop
  • 1 EL Speisestärke
  • Zimt nach Wunsch
  • 3 EL Zucker
  • Rum-Aroma nach Wunsch
  • Vanilleextrakt nach Wunsch

Die Hefe in der lauwarmen Milch zusammen mit dem Zucker und dem Salz auflösen, zusammen mit dem Mehl, der Butter und den Eigelben einen Teig kneten. Ja, der ist ziemlich weich und klebt eventuell auch. Ich musste noch ca. 50gr mehr Mehl hinzugeben, dann war’s okay. Nur nicht zu viel Mehl nehmen, sonst wird’s eine sehr trockene Angelegenheit.

Ca. 1 Stunde an einem warmen Ort gehen lassen.

Die Äpfel in Stückchen schneiden, mit Speisestärke, Zucker und Gewürzen mischen und etwas ziehen lassen.

Den Teig halbieren, beide Hälften auf Größe der Springform ausrollen. Eine Teigplatte in die Form legen, einen kleinen Rand hochziehen.

Die Füllung auf dem Boden verteilen und mit der zweiten Teigplatte abdecken, dabei am Rand vorsichtig festdrücken.

In die Mitte noch ein kleines Kreuz schneiden, damit der Dampf entweichen kann, mit Zucker und Zimt bestreuen und dann ca. 45 Minuten backen.

Vorm Anschneiden noch etwas auskühlen lassen.

IMG_0420

Fazit:

Mmmmmhhh.

Zugegeben, ein Leichtgewicht ist dieser Hefeteig nicht. Das merkt man schon beim Gehen lassen – wirklich viel größer wird das nicht. Geht auch gar nicht bei der ganzen Butter, aber das ist schon okay so.

IMG_0444

Und nehmt bitte wirklich Butter, das ist entscheidend für den Geschmack.

Die Menge von Zimt, Vanille und Rum hängt dabei ganz von euch und euren persönlichen Vorlieben ab.

IMG_0426

Auch ist es wichtig, dass ihr nicht zu viel extra Mehl nehmt, auch wenn der Teig etwas kleben sollte.

IMG_0434

Wer mag, kann zu der Füllung auch gern noch Rosinen oder gehackte Mandeln geben, das passt auch wunderbar. Und wer keinen Bock auf Äpfel hat, nimmt Pflaumen.

IMG_0441

Dazu passt dann einfach noch ein bisschen Schlagsahne oder auch eine hausgemachte Vanillesoße, aber auch pur lässt sich der Kuchen ohne Probleme verspeisen.

IMG_0436

Und am Ende haben wir dann einen herrlich duftenden Apfelkuchen mit sehr mürbem, buttrigen Teig, dezentem Hefearoma, saftiger Füllung und zarten Gewürznoten. Wenig Zutaten, einfache Herstellung, leckeres Ergebnis – viereinhalb von fünf Küchenkatzen.

 

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *