IMG_4223
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, durchschnittlich: 5,00 von 5)

Apfelkuchen (Hefe)


Okay, ich bin verwirrt. Da komm ich also grad vom Einkaufen, und… also Kinder, ihr könnt ehrlich mit mir sein: Wir haben August, oder? Ich leide noch nicht unter prä-seniler Demenz oder einem spontanen Anfall von Wahnsinn, ja? Und „Goodbye, Lenin!“ spielt ihr auch nicht mit mir? Dann frag ich mich wirklich allen Ernstes:

WO IST DER WEIHNACHTSKRAM?

Es ist Auguhust, hallo! Ich will Lebkuchen! Spekulatius! Stollen! Bringt das Lametta, holt die Plastiktanne! Wo sind die Apfel-Zimt-Kerzen und das Toilettenpapier mit Rentieraufdruck und Lebkuchen-Duft (das meine Mutter ganz bestimmt noch nie gekauft hat)?

In was für einer Welt ziehen wir nur unsere Kinder groß? Wo soll das nur enden? Diese Gesellschaft wird immer kälter und härter. Seufz.

Egal.

Zuerst kommt eh Halloween.

Und so wie ich mein Glück kenne, werde ich morgen bei meinem Lebensmitteldealer von Lebkuchenherzen erschlagen und unter Schoko-Weihnachtsmännern begraben.

Aber vorher erlaube ich mir noch, die Früh-Herbst-Saison 2014 offiziell einzuläuten. Mit Apfelkuchen. Jawoll.

Apfelkuchen

Für eine 26cm-Springform

Zutaten:

–          250gr Mehl

–          50gr Zucker

–          150ml Milch

–          50ml Öl

–          ½ Würfel frische Hefe

–          1 Prise Salz

 

–          200gr Mehl

–          125gr Zucker

–          125gr Butter (KEINE Margarine)

–          ½ TL Zimt

 

–          3 – 4 Äpfel, Sorte nach Wahl

 

Yo, zuerst machen wir mal nen schönen klassischen Hefeteig:

Milch handwarm erwärmen, die Hefe hineinbröckeln und gut auflösen. Etwa 10 Minuten stehen lassen. Das Mehl kippen wir in eine Schüssel und mischen es gut mit dem Salz und dem Zucker. Anschließend kippen wir die Hefemilch und das Öl hinzu und dann kommt unser Mixer mit den Knethaken zum Einsatz. Ihr wisst ja: Den Teig schön lange bearbeiten, hat bei mir bestimmt 6 – 7 Minuten gedauert. Der Motor darf ruhig mal arbeiten.

Ihr solltet dann einen recht glatten, wenn auch etwas fettigen Teig haben. So in etwa:

Das Mehl hab ich nur zu Anschauungszwecken drübergestreut.

Das Mehl hab ich nur zu Anschauungszwecken drübergestreut.

Den deckt ihr jetzt ab (mit einem Handtuch, zum Beispiel) und lasst ihn mindestens eine Stunde an einem kuschelig warmen Ort gehen. Macht euch keine Sorgen, wenn er nicht spektakulär aufgeht, das ist ein recht schwerer Hefeteig (also mit relativ viel Fett), der ist ein bissl schüchtern.

An den Rissen im Mehl erkennt man die Volumen-Vergrößerung aber dann eben doch.

An den Rissen im Mehl erkennt man die Volumen-Vergrößerung aber dann eben doch.

Am Ende sollte er seine Größe knapp verdoppelt haben.

Mein Teig ist vor allem in die Breite gegangen ^^

Mein Teig ist vor allem in die Breite gegangen ^^

Jetzt nochmal durchkneten, am besten per Hand und wieder ne halbe Stunde gehen lassen.

Dann ausrollen und in die Springform (die ihr vorher mit Backpapier ausgelegt habt) legen. Einen Rand braucht ihr nicht zu formen.

Nun können wir den Ofen vorheizen (auf 180°C), die Äpfel auf Wunsch schälen (mach ich nie), entkernen (mach ich immer), in Spalten oder Stücke schneiden und auf dem Teigboden verteilen.

Aus dem restlichen Mehl, dem Zucker, der Butter und dem Zimt stellt ihr Streusel her: Alles zusammen in die Schüssel und mit den Rührbesen des Mixers vermischen. Wenn ihr etwas größere Streusel wollt, müsst ihr noch mit den Pfötchen nachhelfen. Aber vorher Finger waschen!

Diese Streusel kommen jetzt auf die Äpfel.

IMG_4209

Und nun lassen wir das Konstrukt nochmal so 10 – 15 Minuten gehen, schieben es dann in den Ofen und lassen es für 35 – 45 Minuten drin.

Und feddisch.

IMG_4218

Ich warn euch besser mal gleich: Das Teil ist gut. Oh Gott, is das guuuuuuuuut. Himmel. Der Boden ist schön saftig und fluffig, schmeckt nicht zu sehr nach Hefe, die Äpfel sind halt Äpfel und die Streusel sind buttrig-knuspig-zimtig. Besonders warm ist dieser Kuchen der Hammer. Echt, mir tropft schon wieder der Zahn.

IMG_4236

Wichtig ist eben nur, dass ihr für die Streusel wirklich Butter nehmt. Streusel mit Margarine, dafür sollte man meiner Meinung nach ausgepeitscht werden. Öffentlich. Und anschließend zur Strafe den Murks auch noch essen müssen.

IMG_4223

Den Zimt könnt ihr weglassen, wenn ihr keinen mögt, und stattdessen Vanille nehmen. Schmeckt auch geil.

IMG_4229

Und was die Sorte der Äpfel angeht: Ich hatte Braeburn, aber im Grunde könnt ihr nehmen, was ihr dahabt. Schatzi fand es besonders gut, dass meine Äpfel noch ein wenig knackig im Biss waren, wenn ihr das also auch wollt: Braeburn. Für alle, die es gern weicher mögen: Boskoop.

IMG_4233

Bei uns gab es den Kuchen ohne alles, aber wer mag, serviert Schlagsahne dazu. Mehr braucht dieses Prachtstück von Apfelkuchen auch nicht: Fünf von fünf Küchenkatzen.

IMG_4224

Und ich muss nochmal in die Küche, glaub ich…

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *