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Apfel-Marzipan-Sandkuchen


Na toll.

Super. Echt.

Ick freu mir n zweites… na, ihr wisst schon.

Weißte, da denkste dir – yay, Oktober, Herbst, lass mal Kastanien sammeln gehen, Schatz. Für die Deko, Schatz. Da können wir dann Tiere draus basteln, das sieht total niedlich aus, Schatz.

Schatz zieht sich also Schühchen an und trottet mit nem Jutebeutel hinter einem her, während man selbst Herbstgymnastik betreibt: In die Hocke, fünf Kastanien greifen, in den Stand, ab in den Beutel werfen. Davon dann mindestens 17 Sets á 20 Wiederholungen.

Dit jibt Sitzfleisch, ich sag es euch.

Und dann kommste nach Hause mit geschätzten 56 Pfund der hübschen, rotbraunen Kullerkugeln und freust dich schon aufs Basteln und Dekorieren undsoweiterundsofort und schüttest alles in einen Karton…

nur um dann miterleben zu müssen, wie der dämliche Kater deine schöne Beute mit einem vermaledeiten Bällebad verwechselt!

Grumpf.

Das sind meine, du blödes Vieh.

Da bleibt einem doch schon gar nix anderes mehr übrig, als zu backen. Aus Frust. Ist n Frustkuchen.

Apfel-Marzipan-Sandkuchen

Zutaten für eine Kastenform:

  • 170gr Butter (keine Margarine)
  • 150gr Mehl
  • 50gr Speisestärke
  • 1 TL Backpulver
  • ½ TL Salz
  • 180gr Zucker
  • 2 TL Vanilleextrakt
  • 2 Eier, Zimmertemperatur
  • 2 Eigelb, Zimmertemperatur
  • 180ml Sahne
  • Jeweils ½ TL Zimt, Muskatnuss und Ingwer
  • 1 Prise Nelken, gemahlen
  • 100gr getrocknete Apfelringe
  • 100gr Marzipanrohmasse

Wir fetten unsere Kastenform ein und heizen den Ofen auf 180°C vor.

Das Marzipan würfeln wir, die Apfelringe schneiden wir in grobe Stücke.

Mehl, Stärke, Backpulver und Gewürze mischen und beiseite stellen.

Butter, Salz und Zucker gut verrühren. Dann die Eier und die Eigelbe einzeln unterrühren.

Die Mehlmischung sieben und mit der Sahne zu der Buttermasse geben und alles zügig verrühren.

Zum Schluss die Apfel- und Marzipanstücke unterheben – per Hand, Freunde der Nacht!

Das Ganze kommt dann in unsere Form und in den Ofen, wo es ca. 60 Minuten bleibt.

Vorm Anschneiden noch auskühlen lassen und fertig.

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Fazit:

Hauptkritikpunkt ist eigentlich die Tatsache, dass die Marzipanstücke etwas nach unten sinken – dem sollte man aber abhelfen können, indem man sie erst noch in Mehl wälzt und dann erst zum Teig gibt.

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Ansonsten hab ich nix zu meckern. Super zart und cremig und mürbe und saftig, dazu angenehm süß, dezent nach Gewürzen, und die getrockneten Äpfel sind mal was anderes.

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Das Marzipan, ich gestehe, ist eigentlich nur im Kuchen gelandet, weil es noch da war und schon viel zu lange in meinem Küchenschrank vor sich hin vegetierte. Es musste also einfach weg.

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Wer nun partout kein Marzipan mag, der lässt es halt weg oder tauscht es gegen Nüsse, Rosinen, Schokostücke, kleine Kinder

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Auch die Äpfel sind austauschbar gegen andere Trockenfrüchte – im Grunde genommen, könnt ihr hier ein wenig rumspielen und kreativ werden. Nehmt halt, was ihr am liebsten mögt.

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Auf jeden Fall kommt am Ende ein leckerer, amtlicher Sandkuchen raus, perfekt in Konsistenz und Textur, einfach zu machen und herrlich wandelbar.

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Vier von fünf Küchenkatzen.

 

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