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Amerikaner


Katzen.

Majestätische Geschöpfe.

Elegant, anmutig und geschmeidig, faszinieren sie den Menschen durch ihr gelassenes, ja schon beinahe überlegen wirkendes Wesen. Wer kann schon die Schönheit einer Katze verleugnen, welche vornehm das Sofakissen ziert, den Schwanz grazil wippend und uns, das niedere Fußvolk, aus undurchdringlichen Augen begutachtend?

Oder die Anmut eines agilen, geschmeidigen Katers, der die Wärme der Heizkörper genießt, etwa so:

Gehiiiiiiiiiiiiiiiiiirrrrrrrrrrrrrrneeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!

Gehiiiiiiiiiiiiiiiiiirrrrrrrrrrrrrrneeeeeeeeeeeeeeeeeee!!!

Isser nicht süß? Geradezu zauberhaft. Hübsch ist auch das hier:

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Der Inbegriff der Eleganz, wa? Majestätisch, dass ich nicht lache… okay, manchmal schon, aber genauso oft ist dat Viech so majestätisch wie ne Stubenfliege beim ka… oh, sorry. Ihr wisst schon.

Ich lieb ihn ja trotzdem, den kleinen Klappspaten. Er ist zwar rotzfrech, neugieriger als die NSA und denken kommt bei ihm grundsätzlich nach dem Handeln, aber was soll’s. Ist halt mein kleiner Jack.

Am Anfang war er übrigens so klein:

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Und jetzt sind daraus sechs Kilo Kater geworden, die grad neben mir auf der Armlehne schnarchen und ihre Haare auf meiner Tastatur verteilen.

Yay.

Wie dem auch sei – es ist Kaffeezeit (lasst euch nicht veralbern, die ist hier von Mitternacht bis Mitternacht), und dazu könnte man ja dem Nachmittagstief und der Herbstdepression mit etwas Leckerem begegnen. Zum Beispiel

Amerikaner

Originalrezept zu finden hier.

Zutaten für 9 – 10 Stück:

  • 200gr Mehl
  • ½ TL Natron
  • ½ TL Salz
  • 75ml Buttermilch
  • ½ TL Vanilleextrakt
  • 80gr weiche Butter
  • 100gr Zucker
  • 1 Ei

Wir bedecken unser Backblech mit Backpapier und heizen den Ofen auf 180°C vor.

In einer Schüssel mischen wir Mehl und Natron. In einer zweiten Schüssel schlagen wir Butter und Zucker schön cremig auf und fügen anschließend nacheinander Salz, Vanille, das Ei und die Buttermilch hinzu.

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Jetzt noch kurz das Mehlgemisch unterrühren (aber wirklich nur kurz, sonst wird’s zäh!) und dann mit einem Esslöffel etwa eigroße Portionen auf das Backblech setzen. Dabei ist darauf zu achten, genügend Abstand zu lassen – die Teile gehen ganz schön in die Breite.

Hier kann man auch schön sehen, dass es völlig okay ist, wenn noch so kleine Mehlnester bleiben

Etwa 15 Minuten lang backen und auskühlen lassen.

Einen ziemlich dickflüssigen Guss aus Puderzucker, Vanille und Milch / Sahne zubereiten und einen Teil davon mit Kakaopulver schöööön dunkel einfärben und in eine Dekoflasche füllen (also den dunklen Lord, äh, Guss).

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Die flache Seite der Amerikaner mit weißem Guss überziehen (geht toll mit einer Palette), trocknen lassen und mit dem dunklen Guss bemalen.

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Selbstverständlich könnt ihr aber auch anders dekorieren.

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Und das war’s schon.

Fazit:

Vielleicht hab ich meine Amerikaner etwas zu klein gemacht oder ein, zwei Minuten zu lange gebacken. Auf jeden Fall finde ich, sie könnten etwas weicher, kuchiger sein. So sind sie jetzt wie so ein Zwitter aus weichem Keks und hartem Kuchen. Ist nicht so schlimm, aber nicht so, wie ich mir das erhofft hatte.

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Geschmacklich lässt sich nicht meckern, sehr vanillig und lecker. Schatzi meint zwar, ein bisschen weniger Zucker wär auch okay, aber das muss jeder selber wissen. Weniger als 80gr würde ich jedoch nicht nehmen.

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Alles in allem ein leckeres, aber auch ein wenig unspektakuläres Kleingebäck, das halt von der Konsistenz her leider nicht an die Teile vom Bäcker rankommt. Kein totaler Reinfall, denn sie schmecken ja vollkommen in Ordnung, aber da muss ich wohl noch ein bisschen weitersuchen nach dem perfekten Rezept.

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Sie sind aber wirklich leicht zu machen, schmecken einwandfrei (nach Vanille halt), hinterlassen vielleicht keinen bleibenden Eindruck, aber man kann sie, wie zu sehen ist, wunderbar dekorieren.

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Macht sich ziemlich hübsch auf der Halloween-Kaffeetafel.

Summa summarum vergibt Mama heute drei von fünf Küchenkatzen.

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