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American Cheesecake


Berlin, du hast mir wieder!

Home, sweet home, trautes Heim – Glück allein und besser ohne Fest, als ohne Nest. Oder so ähnlich.

Das größte Gepäckchaos ist auch schon beseitig, nachher wird wieder der Ofen angeschmissen und die Vorräte sind auch schon wieder aufgefüllt. Läuft.

So. Weihnachten is also mal wieder vorbei. Und Silvester auch. Man glaubt es ja kaum. Jetzt is aber auch mal gut mit dem Gefeiere hier, auf Dauer hält man das ja nicht aus. So schön es auch ist. Jetzt muckeln wir uns alle nett ein und genießen einen ruhigen, entspannten Restwinter. Stürmt’s bei euch eigentlich auch so?

Und sonst so? Alle gut reingekommen in das neue Jahr? Keine Verluste? Hat das Raclette geschmeckt? Ja? Schön.

Und wie sieht’s so aus mit den Vorsätzen? Hand hoch, wer hat welche gefasst? Und seid ehrlich! Irgendwas gibt’s doch immer, mitm Rauchen aufhören, immer schön abschminken abends, mindestens fünfmal am Tag joggen gehen, mehr Wasser trinken, immer fein das Gemüse aufessen, und ganz bestimmt zwölf Kilo abnehmen bis spätestens vorgestern.

Versteht mich nicht falsch, ich unterstütze jegliche Versuche zur Selbstverbesserung, so isses ja nicht. Wenn einen was stört, soll man’s ändern, da bin ich voll dafür. Meinen Segen habt ihr. Was aber den letzten Punkt dieser Vorsatz-Liste angeht, nun ja… da hab ich allerdings schlechte Nachrichten. Quasi einen Anschlag in Form von

American Cheesecake

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 200 – 250gr trockene Kekse, hier: Spekulatius
  • 60gr geschmolzene Butter, ca.
  • 6 Eier
  • 180gr weißer Zucker
  • 900gr Frischkäse, nein, light funktioniert hier nicht
  • 250gr Schmand oder Creme Fraiche
  • 250ml Sahne, ungeschlagen
  • 1 gehäufter TL Vanille-Extrakt
  • 2 gehäufte EL Mehl

Wir heizen unseren Ofen auf 220°C vor und bestücken unsere Springform mit Backpapier.

Die Kekse werden zertrümmert und zerbröselt, so fein es geht. Das funktioniert gut in der Moulinette, die Plastikbeutel-und-Fleischklopfer-Methode geht aber auch.

Was die Kekssorte angeht, da könnt ihr schalten und walten, wie es euch beliebt. Hier haben sich übriggebliebene Spekulatius angeboten, Butterkekse oder ähnliches geht aber auch. Sie sollten nur ohne Füllung sein.

Die Keksbrösel mischen wir jetzt mit der Butter und drücken das Ganze dann als Boden in unsere Form. Nicht vergessen, einen kleinen Rand zu formen. Anschließend im Kühlschrank zwischenlagern.

Eier, Zucker, Frischkäse, Schmand, Sahne, Vanille und Mehl in eine Schüssel geben und zu einer homogenen Masse rühren. Aber nicht zu lange, sonst wird’s zu schaumig und läuft euch über später.

Die Füllung vorsichtig auf den Boden gießen und 15 Minuten bei 220°C backen, dann auf 150°C runterschalten und weitere 60 Minuten backen.

Und jetzt kommt’s: Nicht aus dem Ofen nehmen, sondern noch zwei Stunden drinlassen und auf keinen Fall die Ofentür öffnen! Der Kuchen wird euch wieder ein bisschen zusammenfallen, das ist aber okay so.

Anschließend noch über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen und dann endlich verspeisen.

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Fazit:

Oooooooooooh! Aaaaaaaaaahhh! Uuuuiiiiiiii!

Nee, im Ernst – der ist gut. Ein amerikanischer Cheesecake, wie er im Buche steht. Cremig, sahnig, zergeht auf der Zunge. Richtiggehend samtig im Mund. Wer braucht da noch die Cheesecake Factory?

Die Definition von cremig

Die Definition von cremig

Die Spekulatius-Note des Bodens kam leider nicht ganz so stark durch, ist aber auch egal, ehrlich gesagt. Die Füllung ist so gut, wer braucht da noch Boden?

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Solltet ihr dennoch auf Spekulatiusgeschmack bestehen, empfehle ich ein wenig Gewürz in der Käsemasse. Genauso gut kann man eben jene Masse auch mit Zitronen- oder Limettenschale aromatisieren, man kann sie mit Zimt verfeinern oder 2 EL Kakaopulver hinzufügen für einen Chocolate-Cheesecake.

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Wer mag, serviert dazu eine Fruchtsoße nach Wahl (besonders empfehlenswert: Blaubeeren, Kirsche oder Erdbeere), oder aber auch eine Karamellsoße mit Meersalz. Ja, ich weiß – Dekadenz ist eine Sünde. So wie der ganze Kuchen.

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Ich gebe zu – die Herstellung ist etwas zeitraubend wegen der langen Ruhezeiten, im Grunde genommen ist der Cheesecake aber fix zusammengerührt. Und dadurch, dass er ja eh noch über Nacht ruhen muss, kann man ihn auch wunderbar schon einen Tag im Voraus zubereiten – sehr praktisch für Partys und Feste.

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Geschmack und Konsistenz lassen sich nur als perfekt beschreiben und über Kalorien reden wir hier nicht. Der Kuchen ist aber eh so gehaltvoll, dass ein kleines Stück schon ausreicht, um die Geschmacksknospen ins Nirvana zu schicken.

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In diesem Sinne: Fünf von fünf Küchenkatzen und einen geruhsamen Start ins neue Jahr.

 

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