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Amaretto-Sprudelkuchen


Hach, diese Stille. Diese Ruhe. Diese Idylle.

Wahrhaft erholsam. Traumhaft gar.

Ick sitz hier ja auch nur auf einer bekloppten Großbaustelle! Da fallen dann die paar Herren in orange mit ihren Kantenschneidern gar nicht mehr ins Gewicht. Ja ja, macht nur, Jungs. Braucht ihr vielleicht noch ne Kettensäge?

Himmel, da freut man sich auf den Feierabend und die kreischenden Kinder im Garten.

(Anmerkung: Ich mag Kinder, ich mag auch spielende Kinder, was ich nicht mag, sind Kreischwettbewerbe vor meinem Fenster. Aber wat willste machen?)

Gut, es ist irgendwie unterhaltsam, sich dieses Krahnballett vorm Bürofenster anzuschauen. Surreal-hypnotisch irgendwie. Und zu sehen, wie da ein paar riesige Wohngebäude quasi aus dem Boden wachsen, hat auch was.

Aber wenne dabei arbeiten musst, ist das dann weniger cool. Da kann man dann nur hoffen, dass die schnell bauen. Und sich auf den Winter freuen.

Aber wofür hat man denn dann das Wochenende, wa? Einmal schön die Öhrchen entspannen, sich ein bisschen Stille um die Nase wehen lassen und dann kannet Montag weitergehen. Mama hat ja auch ein dickes Fell und ein Diplom im Ignorieren. Macht doch soviel Lärm, wie ihr wollt! Mich kriegt ihr nicht klein! Ha!

Im Zweifel bin ick eh lauter als wie ihr.

Und nun stoßen wir aufs Wochenende an. Mit

Amaretto-Sprudelkuchen

Zutaten für eine 26cm-Springform:

  • 200gr Butter
  • 180gr Zucker
  • 1 TL Vanilleextrakt
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier
  • 200gr Mehl
  • 30gr Speisestärke
  • 1/2 Päckchen Backpulver
  • 1 EL Kakaopulver, ungezuckert, gehäuft
  • 1 TL Bitter-Mandel-Aroma
  • 125ml Sekt oder kohlensäurehaltiges Mineralwasser

Wir heizen unseren Ofen auf 180°C vor und legen den Boden unserer Springform mit Backpapier aus.

Mehl, Backpulver, Stärke und Kakaopulver mischen und beiseite stellen.

Butter mit Zucker, Vanille, Salz und Aroma schaumig rühren, dann die Eier einzeln unterrühren.

Die Mehlmischung sieben und mit dem Sekt / Mineralwasser zügig einrühren, dabei den Teig nicht überrühren, sonst wird’s zäh.

In die Form gießen und ca. 30 Minuten backen. Vorm Rausnehmen die Stäbchenprobe machen.

Auskühlen lassen und nach Belieben dekorieren.

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Fazit:

Ich war ja skeptisch. Backen mit Sekt? Hmmm…

Ich hab mich auch irgendwie nicht getraut, den Teig zu probieren, ich gestehe es. Irgendwie roch das seltsam. Aber wir sind ja mutig.

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Und dieser Mut wurde dann auch belohnt.

Herausgekommen ist nämlich ein recht flacher, sehr saftiger, lockerer Kuchen, der kein bisschen nach Sekt, dafür aber nach Amaretto, Marzipan, Mandeln und Schokolade geschmeckt hat. Ganz zart auf der Zunge, nicht zu süß, ganz leicht und flaumig.

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Wie schon gesagt – für Kinder ersetzen wir den Sekt natürlich durch kohlensäurehaltiges Mineralwasser. Bitte keine Limo nehmen, dann wird der Kuchen nämlich übelst süß. Beim Guss kann man kreativ werden – ich habe mich für ein Streifenmuster aus weißer und Vollmilchschokolade entschieden, man könnte aber auch einen Puderzuckerguss mit Amaretto nehmen, eine Schokoladeganache, Puderzucker oder auch einfach gar nix.

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Und am Ende des Tages haben wir einen schnellen, schlichten Kuchen, der aber durch Saftigkeit und Geschmack überzeugen kann. Ein simpler Alltagskuchen, der auch nach drei Tagen noch locker-lecker ist.

Drei von fünf Küchenkatzen.

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