IMG_4199
1 Star2 Stars3 Stars4 Stars5 Stars (1 Bewertungen, durchschnittlich: 5,00 von 5)

Münsterländer Bauernstuten


En Garrrrrrrrrde!

Nimm dies! Und das! Hahaaaa! Komm doch, wenn du dich traust! Mich bekommst du nicht lebend! Ich habe Eiswürfel und werde sie benutzen!

An die Ventilatoren, Männer! Auf Stufe 3! Kalibriert die Klimaanlagen! Bemannt die Planschbecken! Diese unsere Festung wird nicht fallen!

Immerhin hab ich schon die halbe Herbstdeko draußen. Hübsche Tonkartonblätter an den Fenstern, Lichtergirlanden im bunten Laub-Look, geschmackvolle Arrangements mit Kerzen, Baumrinde und Vogelbeeren. Alles in Herbstfarben, versteht sich.

Und dann dieser miese Hitzeangriff. Diese heimtückische Attacke. Da denkste dir am Wochenende noch „Och, so geht das mit dem Wetter, dat mit der Hitze scheint ja jetzt wohl vorbei zu sein… naja, is ja auch bald Herbst, wa?“ und am nächsten Morgen wachste auf und fühlst dich wie ne niedrigtemperaturgegarte Rehkeule. Schön in den körpereigenen Salzlake mariniert.

Na Mahlzeit.

Aber bald. Balllllllllld. Bald isses vorbei. Schluss, aus, finito. Dann herrscht hier endlich wieder vernünftiges Wetter. Dann wird’s auch mal wieder zu anständigen Zeiten dunkel. Und nicht erst um zehn.

Und man kann sich endlich wieder normal kleiden.

Mama is auch schon bereit, ick steh hier in den Startlöchern, die Kastanien sind poliert, das Pilzmesserchen geschärft, das Apfelkuchengewürz gemischt. Und während wir auf den Herbst warten, essen wir ein bisschen

Münsterländer Bauernstuten

Zutaten für ein Brot:

  • 1 Würfel Hefe
  • 75ml Wasser, handwarm
  • ½ TL Salz
  • 450gr Weizenvollkornmehl
  • 50gr Roggenmehl
  • 125ml Wasser, handwarm
  • 125ml Buttermilch, handwarm

Wir lösen die Hefe in 75ml Wasser auf und lassen sie ungefähr eine Viertelstunde stehen.

Die Mehlsorten mit dem Salz mischen.

Das Hefewasser, das lauwarme Wasser und die Buttermilch hinzufügen und alles schööööööön lange kneten, bis der Teig nicht mehr klebt und schön glatt ist.

An einem warmen Ort mindestens eine Stunde gehen lassen, das Volumen soll sich verdoppeln.

Eine Kastenform fetten, den Teig hineingleiten lassen (nicht nochmal durchkneten), und den Ofen auf 225°C vorheizen. Den Teig in dieser Zeit nochmals gehen lassen.

Ca. 40 Minuten backen, bis das Brot sich hohl anhört, wenn man unten draufklopft.

IMG_4186

Fazit:
Wer immer noch Billigbrot aus dem Discounter kauft, das vermutlich mehr Ähnlichkeit mit Wellpappe hat als mit irgendwas Anderem, ist echt selbst schuld.

IMG_4193

Dieser Bauernstuten schmeckt haargenau so, wie vom Bäcker, ist ne Million Mal gesünder, weil ohne Zusätze, und auch noch richtig einfach gemacht.

IMG_4199

Da braucht man wirklich keine speziellen Fähigkeiten.

Die Krume ist relativ feinporig und fest, aber trotzdem saftig, und die Kruste ist am Anfang erst schön knusprig-krachig und später dann eher weich und zahnfreundlich (ohne dabei matschig oder pappig zu sein). Die Buttermilch steuert einen leicht säuerlichen Geschmack bei, der ganz entfernt an Sauerteig erinnert, aber wesentlich schwächer ist. Also auch was für Leute, die nicht so sehr auf Sauerteigbrote stehen.

IMG_4188

Kleiner Tipp am Rande: Solltet ihr mal die Möglichkeit haben, Brot in einem Holzofen zu backen – MACHT DAS! Nichts schmeckt besser, als frisches Brot, das tatsächlich über echtem Feuer gebacken wurde, und nicht im Elektro- oder Gasofen. Das ist zwar auch gut, aber Feuer ist besser.

IMG_4196

In einem Punkt ist die Discounter-Fußmatte unserem hausgebackenem Brot allerdings überlegen – in Sachen Haltbarkeit. Nach drei Tagen wird der Bauernstuten leider ein wenig trocken. Gut ist er aber immer noch, getoastet oder schön mit Käse belegt macht es auch nix, wenn er nicht mehr ganz so fluffig ist wie am ersten Tag. Und selbstverfreilich kann man unseren Münsterländer Bauernstuten auch hervorragend einfrieren.

IMG_4201

Fünf von fünf Küchenkatzen.
Allein, weil es schon cool kommt, sagen zu können: „Ja, ich backe mein Brot selber, ist doch auch viel besser.“

Kommentar erstellen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *